»Bücher sind Wege, die nirgendwohin führen, auf die man sich aber dennoch begeben muss, um sich zu verirren und wieder zu finden oder um etwas zu finden, was auch immer, ein Buch, eine Geste, einen verlorenen Gegenstand, irgendetwas, vielleicht eine Methode, mit etwas Glück: das Neue, das, was immer schon da war.«
Roman. Für den Preis der Leipziger Buchmesse, Kategorie Übersetzung 2010 nominiert
Aus d. Span. v. Christian Hansen
Literatur von einem anderen Planeten: Roberto Bolanos posthum erschienener Jahrhundertroman "2666" über die unaufgeklärte Mordserie an Frauen in Mexiko ist eine atemberaubende Reise ins finstere Herz der modernen Welt. Wir begeben uns auf die Suche nach dem Schriftsteller und ehemaligen Nazi Benno von Archimboldi der in Santa Teresa, einer Wüstenstadt an der Grenze zwischen Mexiko und den USA, verschwunden ist. Ebendort wurden Hunderte von Frauen Opfer von Vergewaltigung und Mord. Wer sind die Mörder, und was hat Archimboldi mit ihnen zu tun? Das literarische Vermächtnis des aus Chile stammenden und 2003 in Barcelona verstorbenen Bolano ist Gangster- und Bildungsroman, Science-Fiction und Reportage.
"Er gilt als der bedeutendste Schrifsteller spanischer Sprache." Tobias Lehmkuhl, Süddeutsche Zeitung, 13.02.09
"Für "2666" muss man eine neue Bezeichnung in die Literaturgeschichte einführen: bolanoesk." Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.07.09