Roberto Bolano
 

»Bücher sind Wege, die nirgendwohin führen, auf die man sich aber dennoch begeben muss, um sich zu verirren und wieder zu finden oder um etwas zu finden, was auch immer, ein Buch, eine Geste, einen verlorenen Gegenstand, irgendetwas, vielleicht eine Methode, mit etwas Glück: das Neue, das, was immer schon da war.«

 

Roberto Bolaño in Literatur und Krankheit

 
160 Seiten, 17.90 € (D)
ISBN: 978-3-446-20822-3
© Carl Hanser Verlag GmbH & CO. KG 2007

 

Bolaño, Roberto

Chilenisches Nachtstück

Roman
Aus d. Span. v. Heinrich von Berenberg

Sebastián Urrutia Lacroix, berühmter chilenischer Literaturkritiker, mittelmäßiger Dichter und Priester, hält in einer Fiebernacht Rückschau auf sein bewegtes Leben. Wie er durch einen Gönner in die literarischen Zirkel eingeführt wurde, wie er sich während der Allende-Regierung der Lektüre der griechischen Klassiker widmete, und wie er dann - als die Generäle sich an die Macht geputscht haben - Pinochet und Co. Unterricht in Marxismus gab. Immer, meint er am Ende, sei er auf der Seite der Geschichte gewesen. Eine packende, phantasiereiche Erzählung und die Geschichte eines Mannes, der bei allem dabei war und von nichts etwas gewusst hat.

"Dieser Roman ist Feier und Parodie der Kunst. ... Ein großartig funkelndes Buch." Maja Rettig, Der Tagesspiegel, 05.08.07

"Man könnte die chilenische Literatur derzeit vergessen, gäbe es nicht diesen schmalen, krausköpfigen Mittvierziger, seinen Klang, seinen Witz, seine Unerschrockenheit ... Roberto Bolano ist womöglich das Kühnste, was die Literatur spanischer Sprache heute zu bieten hat ... ein Glücksfall für Chile" Matthias Matussek, Der Spiegel, 15.05.00

"Bolano war Realist (...). Und deshalb einer, den zu lesen ein Vergnügen, ein Abenteuer, ein Schrecken ist." Katharina Döbler, Die Zeit, 22.03.07

"Selten ist der Schrecken der schönen Literatur so liebevoll entlarvt und bitter gefeiert worden. Auf diesem Buch, daran ist nicht zu zweifeln, wird sich so leicht kein Staub ansetzen." Andreas Breitenstein, Neue Zürcher Zeitung, 10.04.07

"Einer der größten Schriftsteller Chiles hat eine Parabel über Verantwortung, Schuld und Eskapismus der Intellektuellen geschrieben." Martin Halter, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.08.07